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Liebe Frau Mag. Kohlbacher-Schneider,
danke für Ihre informative und positive E-mail die ich mit Interesse gelesen habe. Es ist unglaublich mit welchen einfachen "Abfallstoffen" herrliche Wohnmöglichkeiten geschaffen werden können.
Die Philosophie, die bei diesen Projekten dahinter steht ist auch mein Leitfaden, in möglichst vielen (allen)Bereichen unabhängig und nachhaltig zu sein.
Unser Bauernhof zeigt nur ein kleines Segment der vielen Möglichkeiten einer unabhängigen und nachhaltigen Energie-und Rohstoffversorgung. Meine/unsere Vorstellung ist ebenfalls das autarke Wohnen und Leben.
Ich wollte eine Schilfkläranalage hinter unserem Bauernhof errichten, alleine die Erfüllung der Auflagen, Gutachten hätten mehr gekostet als der Bau der gesamten Anlage. Jetzt werden die ungeklärten Abwässer auf unseren Feldern völlig legal ausgebracht, natürlich mit allen notwendigen Auflagen und Einhaltung der Ausbringzeiten, dies wird vom Gesetzgeber anerkannt, hätte ich die Schilfkläranlage gebaut und gereinigtes Wasser als Gieß-und Nutzwasser verwendet, hätte ich enorme Schwierigkeiten gehabt.
Obwohl auf unserem Hof seit Jahrzehnten(wenn nicht sogar seit Jahrhunderten) ein eigener Hausbrunnen ist, mit ausreichender Wasserversorgung, mussten wir uns vor Jahren an die öffentliche Wasserleitung anschließen. Da ich natürlich mit dem öffentlichen Wasser sehr sparsam umgehe, droht man mir seitens der Gemeinde mit Kontrollen und ev. Sanktionen, da unser Wasserverbrauch viel zu gering ist und nicht den Vorstellungen des Bürgermeisters entspricht - das ist eben nachhaltig oder geschäftstüchtig?
Das waren nur zwei Bemerkungen am Rande wie die "Bevölkerung" in herkömmliches Denken noch immer verwurzelt ist und sich von dem immer Mehr, immer Größer,...usw. nicht lösen kann und nur schwer in nachhaltiges Denken kommt.
Natürlich mache ich mir auch über nachhaltiges Bauen gedanken, Sie zeigen hervorragende Möglichkeiten um unseren unwahrscheinlichen und absurden Müllbergen einer nicht begreifbaren Wegwerfgesellschaft letzendlich doch noch sinnvoll zu verwerten.
Ich sehe, wie wahrscheinlich Sie auch, in der Müllvermeidung, bzw in nachhaltigen Rohstoffkreisläufen sowie auch in nachhaltigen Baustoffen wie Holz, Naturfasern, Lehm,...im regionalen Kreislauf die Zukunft.
Bei einer Diskussion stellten wir die Frage: wie lange können die Bauern bei uns ohne Lebensmittelversorgung aus dem Supermärkten auskommen. Das Ergebnis war erschreckend, nach spätestens einigen Tagen hätten viele ihre Vorräte aufgebraucht, obwohl Landwirte Nahrungsmittel produzieren. Dabei wurde unserer Familie bewusst, wie wir auch in diesem Bereich auf Eigenständigkeit schauen.
So werden bei uns selbst gefütterte Hühner und Schweine in allen möglichen Formen aufbewahrt bzw. Tiefgekühlt, Gemüse und Kartoffeln sind eingelagert, im schlimmsten Fall hätten wir auch genügend Getreide zur Mehlerzeugung für Brot und Backwaren zur Verfügung, im wesentlichen hätten wir kein Problem uns langfristig zu versorgen.
Freue mich auf weiteren Kontakt mit Ihnen, den Link zu unserer Webseite können sie gerne auf Ihrer Webseite verwenden. www.energiebauernhof.com
Mit herzlichen Grüßen aus dem frühlingshaften Weinviertel
Wolfgang Löser
"Erster energieautarker Bauernhof Österreichs" Koordinator des Eurosolar Arbeitskreises: Energie aus der Land-und Forstwirtschaft Untere Dorfstraße 23, A-2004 Streitdorf /NÖ Tel: 02269 23 17, mobil: 0664 37 32 545 mail: w.loeser@direkt.at, www.energiebauernhof.com Dieses Mail wurde mit Strom aus Photovoltaik, Wind und Pflanzenöl-BHKW, erneuerbarer Energie, erstellt.
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