Letzte Änderung:
2.4.2007
Relaunch 2.5.2007 unter
www.earthship.at

Video-Dokumentation von  Katie Redline und Stephanie Gandsey
BuiltWithNOF
Willkommen

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Die neue Earthship-Slideshow ist als Bildschirmschoner verfügbar, ebenso wie die alte. Kicke hier!

Willkommen auf der ersten österreichischen Website zum Thema Earthship!

oder - mit anderen Worten:

Wie vieles,
was wir auf die Erde werfen,
wird,
wenn’s ein andrer aufhebt,
ein Juwel.

Earthship in Brighton / England

Im September 2006 bin ich als zufällig auf die Earthships, eine zukunftsweisende, aber seit 30 Jahren erprobte Bauform gestoßen. Die Earthships, von denen es derzeit weltweit etwa 1000 gibt (einige auch schon in Europa: Brighton, Fife, Växhuset und Valencia, ein weiteres ist 2007 in Frankreich geplant), sind völlig autarke Häuser,

die mit indigenen Materialien gebaut werden. Völlig autark bedeutet, die Strom-/Wasser-/Abwasser-/Gas-Versorgung und auch die Versorgung mit Gemüse und Obst kann von den Bewohnern unabhängig von irgendwelchen Versorgungssystemen bewerkstelligt werden, es können aber auch nur Teile dieses Konzepts umgesetzt werden (z.B. nur Stromerzeugung, Lebensmittelerzeugung, Wassergewinnung).

Earthship in Fife/Schottland

Trotz des Einsatzes hochentwickelter Technologien sind diese Häuser für jedermann erschwinglich. Ein herkömmliches Passivhaus kostet heute ab etwa 1.500,- € pro Quadratmeter, bei einem Earthship ist man ab 250,- € pro Quadratmeter dabei. Außerdem wurde vom NIBE (Nederlands Instituut voor bouwbiologie und ecologie BV [= Nl. Institut für Baubiologie und Ökologie]) errechnet, dass ein Earthship 9 mal weniger Umweltbelastung als ein konventonelles Haus erzielt, der vielzitierte ökologische Fussabdruck ist damit ungleich günstiger als bei teureren mitteleuropäischen Häusern, ohne dabei auf Wohnkomfort zu verzichten.

In Europa stehen wir erst am Anfang. Zwar gibt es auch schon innerhalb der EU ein paar Earthships, aber dennoch bedeutet es einen nicht zu vernachlässigenden bürokratischen Aufwand und natürlich eine ganze Menge Überzeugungsarbeit, bei uns das erste Earthship auf die Beine zu stellen. Wir suchen daher eine Gemeinde, die interessiert ist, so ein erstes Earthship, z.B. als Volkshaus, Jugendzentrum, Probenraum oder vielleicht auch als Öko-Hotel zu bauen. Unser Wissen stellen wir zur Verfügung und natürlich wären wir auch gern bereit ein Aushänge-Projekt mit z.B. arbeitslosen Jugendlichen oder anderen "Randgruppen", die sich beim Bau fachliche Qualifikationen erwerben können,

Earthship in Växhuset/Schweden

zu organisieren und ein erstes Vorzeige-Earthship für den deutschen Sprachraum zu schaffen. Vielfach ist bei Leuten aus Deutschland und Österreich schon der Wunsch geäußert worden, einmal ein Earthship zu sehen oder auch darin einige Zeit zur Probe zu wohnen, aber die Reise nach Amerika, wo es Earthship-Hotels und Jugendherbergen, sogar eine Reha-Klinik wird dort als größtes bisheriges Earthship gebaut, ist lange und teuer. Auch die internationale Presse, die eine Gemeinde mit einem solchen Projekt erhalten würde, und der Bekanntheitsgrad bei Earthship-Interessenten in aller Welt wäre nicht zu vernachlässigen.

Komfort in jedem Klima-Therm. Masse

Neben dem Effekt, sich selbst mit Energie, Wasser etc. zu versorgen, werden einfache, hoch verfügbare Baumateralien verwendet. Vorweg wird die thermale Masse der Bauteile genutzt, sprich, die Wände speichern in unseren Breiten die Wärme des Tages und geben diese während der Nachtstunden wieder ab (in heißeren Gegenden wird dieses Prinzip reziprok angewandt). Deshalb müssen die tragenden Wände eine größtmögliche Masse haben. Da ja natürliche Materialien ohne lange Transportwege verwendet werden sollen, werden die tragenden Wände aus

verdichteter Erde/Schotter/Sand hergestellt. Dafür wird eine kostengünstige Schalung, nämlich die Altreifen verwendet. (siehe auch “Vision/Neues Konzept” und Vision/Earthship-Systeme”).

Reifenhalde - aus den Augen aus dem Sinn ;-)

Als Umweltschützer mag einen das im ersten Augenblick abschrecken, aber

abgefahrene Autoreifen sind wie viele andere Produkte, die unsere Gesellschaft für eine kurzfristige Verwendung produziert, einer der Rohstoffe des 21. Jahrhunderts. Sie kommen nahezu weltweit in beliebig großen Mengen vor und können nur mit großem technischen Aufwand recykliert werden. Als

Schalung für die komprimierte Erde der tragenden Wände sind sie aber ideal. Einmal außen zugeschüttet und innen verputzt werden sie nicht mehr von UV-Licht beeinträchtigt, d.h. sie können sich auch über Jahre hinaus nicht zersetzen, halten die Wände Jahrzehnte wenn nicht sogar Jahrhunderte lang  zusammen, helfen Energie sparen und erfahren eine kostengünstige, Ressourcen schonende und sinnvolle Wiederverwendung. Besser Einbauen als Verbrennen. Und ein nicht zu vernachlässigender Teil der Altreifen wird heute ohnehin auch geschreddert und zu Baumaterialien wie Matten, Rohre, Trägermaterial für Teppichböden etc. weiterverarbeitet.

Postoperatives Reha-Zentrum im Bau

Pflanzwanne mit eingenauerten Flaschen

Ähnlich sieht es auch mit den nicht tragenden Wänden aus. Diese werden mit Flaschen oder Aludosen aufgemauert. Eine nicht tragende Zwischenwand benötigt von ihrer Statik her nicht die komplette Masse aus Beton/Mörtel, sondern es können leichtere Elemente wie in einer Matrix als Füllmaterial verwendet werden. Das spart Beton/Mörtel (CO2) und bildet z.B. bei farbigen Glasflaschen auch wunderschöne optische Effekte aus. Nicht nur diese Details,

sondern das gesamte Earthship ist ästhetisch anspruchsvoll, durch z.B. begrünte Dächer und Erdwälle hinter den tragenden Außenwänden fügt es sich harmonisch in die Landschaft ein (siehe auch die Slideshow oben).

Für die Dachkonstruktion werden entsprechende Abfallhölzer verwendet, es können aber auch durchaus hochwertige Bauhölzer/Leimbinder sein.

In unseren Breiten wird ein Earthship mit einer großen Glasfasade nach Süden hin errichtet, um die Tageswärme und das Tageslicht einzulassen. Hinter

Dachkonstruktion mit selbst geschlägerten Stämmen

Bananen im Wintergarten

den Süd-Fenstern befindet sich eine große Pflanzenwanne, in der z.B. in Colorado auf 2500m Seehöhe (vergleichbares Klima wie in Österreich) im Winter Tomaten, Ananas und Bananen, sowie Orchideen gezogen werden können. Damit wird eine Versorgung der Bewohner mit Gemüse und Obst während der kalten Jahreszeit bewerkstelligt.

Es würde uns sehr freuen, wenn gerade wir Österreicher uns als Pioniere zum Thema "Nachhaltiges Bauen/Wohnen/Leben" hervortun

würden das erste Earthship auf deutschsprachigem, ja sogar mitteleuropäischem Boden errichten könnten. Für weiter Informationen stehe ich Euch natürlich gern zur Verfügung.

Haben Sie nach dem Schmökern auf diesen Seiten Gefallen an den Earthships gefunden? Dann nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf. Möchten Sie auf der Fan-Map mit angeführt werden, sind Sie herzlich eingeladen, mir Ihre Daten zu schicken.

Liebe erdige Grüße

Michaela Kohlbacher-Schneider
Klagenfurt - Kärnten-Österreich

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